Im Bezirk Hamburg-Nord leben rund 331.000 Menschen, also fast jeder sechste Hamburger.1 Der Bezirk ist nach Wandsbek der zweitgrößte Hamburgs, gehört zu den am dichtesten besiedelten der Stadt und wächst seit gut zehn Jahren wieder spürbar.
Dieser Beitrag bündelt die wichtigsten Eckdaten zu Bevölkerung, Altersstruktur, Migration und Verteilung über die Stadtteile. Eine kompaktere Zahlenübersicht findest du in unserer Hamburg-Nord-Statistik, eine Karte der Stadtteile unter Stadtteile in Hamburg-Nord.
Hamburg-Nord-Demografie auf einen Blick
- Einwohner aktuell: rund 331.000 (Stand 31.12.2024)
- Fläche: 57,8 Quadratkilometer, Bevölkerungsdichte rund 5.730 Einwohner pro Quadratkilometer
- Wachstum 2018 bis 2024: rund 5 bis 6 Prozent
- Stadtteile: 13 (von Alsterdorf bis Winterhude)
- Ausländeranteil: rund 17 Prozent (niedrigster Wert aller sieben Hamburger Bezirke)
- Größter Stadtteil: Winterhude mit rund 61.000 Einwohnern
Wie viele Menschen leben in Hamburg-Nord?
Mit 331.291 Einwohnern (Melderegister, Stand 31.12.2024) ist Hamburg-Nord nach Wandsbek der zweitgrößte der sieben Hamburger Bezirke und stellt rund 18 Prozent der Hamburger Bevölkerung von etwa 1,86 Millionen.1 Ende 2023 waren es 328.454 Menschen, Ende 2018 rund 313.600. Der Bezirk wächst also kontinuierlich, wenn auch langsamer als die boomenden Randbezirke.
Einwohnerentwicklung des Bezirks Hamburg-Nord, 1950 bis 2024 (Melderegister bzw. Volkszählungen, gerundet). Der Bezirk in heutiger Form besteht seit 1951. Quelle: Statistikamt Nord, Wikipedia.
Im langen Verlauf zeigt sich eine klassische Großstadtkurve. 1950 war Hamburg-Nord mit fast 359.000 Menschen der bevölkerungsreichste Bezirk Hamburgs.2 Wie in vielen Innenstadtlagen sank die Zahl danach jahrzehntelang: Suburbanisierung, kleinere Haushalte und wachsende Wohnflächen drückten den Wert bis zur Jahrtausendwende auf rund 275.800. Seit den 2000er Jahren dreht sich der Trend, der Bezirk gewinnt wieder Menschen und liegt heute erneut über 330.000.
Wächst, stagniert oder schrumpft Hamburg-Nord?
Hamburg-Nord wächst, aber moderat. Zwischen Ende 2018 und Ende 2024 legte der Bezirk um rund 5 bis 6 Prozent zu.1 Das ist solide, fällt aber geringer aus als in den stärker durch Neubau geprägten Randbezirken, weil Hamburg-Nord schon weitgehend bebaut und dicht besiedelt ist.
Innerhalb des Bezirks ist das Wachstum ungleich verteilt. Stadtteile mit Neubau- und Konversionsflächen wie Barmbek-Nord, Langenhorn (Bereich Tarpenbek und ehemalige Kasernen) und Teile von Alsterdorf legen stärker zu, während dicht bebaute, etablierte Viertel wie Eppendorf oder Uhlenhorst kaum noch Spielraum nach oben haben.
Bevölkerungsdichte: einer der dichtesten Bezirke
Auf 57,8 Quadratkilometern leben rund 331.000 Menschen, das ergibt eine Bevölkerungsdichte von etwa 5.730 Einwohnern pro Quadratkilometer.3 Damit gehört Hamburg-Nord zusammen mit Eimsbüttel und Altona zu den am dichtesten besiedelten Bezirken der Stadt. Der Hamburger Durchschnitt liegt mit rund 2.500 Einwohnern pro Quadratkilometer deutlich darunter, weil große Flächenbezirke wie Bergedorf und Harburg den Schnitt nach unten ziehen.
Migration in Hamburg-Nord
Hamburg-Nord ist der Bezirk mit dem niedrigsten Ausländeranteil der Stadt. Zum 31.12.2023 hatten rund 17,1 Prozent der Einwohner keine deutsche Staatsangehörigkeit, gegenüber einem Hamburger Mittel von gut 19 Prozent.4 Auch beim weiter gefassten Migrationshintergrund liegt der Bezirk unter dem Hamburger Wert von rund 40 Prozent.5
Innerhalb des Bezirks sind die Unterschiede groß. In Stadtteilen wie Dulsberg und Teilen von Barmbek-Nord ist der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund deutlich höher, in bürgerlich geprägten Lagen wie Eppendorf, Winterhude oder Alsterdorf eher niedriger. So lag der Anteil mit Migrationshintergrund in Eppendorf bei rund einem Viertel, in Winterhude bei rund 31 Prozent.5
| Kennzahl | Hamburg-Nord | Hamburg gesamt |
|---|---|---|
| Einwohner (31.12.2024) | 331.291 | 1.862.565 |
| Fläche | 57,8 km² | 755 km² |
| Bevölkerungsdichte | ca. 5.730 je km² | ca. 2.500 je km² |
| Ausländeranteil (31.12.2023) | ca. 17 % | ca. 19 % |
Verteilung über die 13 Stadtteile
Hamburg-Nord gliedert sich in 13 Stadtteile mit sehr unterschiedlicher Einwohnerstärke.1 Winterhude ist mit Abstand der größte, Hoheluft-Ost und Groß Borstel sind die kleinsten. Die folgende Tabelle zeigt die Einwohnerzahlen zum 31.12.2024.
| Stadtteil | Einwohner (31.12.2024) |
|---|---|
| Winterhude | 61.192 |
| Langenhorn | 48.901 |
| Barmbek-Nord | 44.062 |
| Barmbek-Süd | 37.091 |
| Eppendorf | 25.234 |
| Uhlenhorst | 19.251 |
| Ohlsdorf | 17.813 |
| Dulsberg | 17.230 |
| Alsterdorf | 15.644 |
| Fuhlsbüttel | 13.984 |
| Groß Borstel | 10.939 |
| Hohenfelde | 10.097 |
| Hoheluft-Ost | 9.853 |
Auffällig ist die Spannweite: Allein Winterhude stellt fast ein Fünftel der Bezirksbevölkerung, während die drei kleinsten Stadtteile zusammen nur etwa so viele Einwohner haben wie Barmbek-Süd allein. Wer sich für die einzelnen Viertel interessiert, findet mehr dazu in unserem Überblick zu den Stadtteilen in Hamburg-Nord.
Altersstruktur und Haushalte
Hamburg-Nord ist insgesamt ein eher junger, stark von Einpersonenhaushalten geprägter Bezirk. In zentralen Stadtteilen wie Barmbek-Süd, Hoheluft-Ost und Teilen von Winterhude dominieren kleine Haushalte und ein hoher Anteil junger Erwachsener, während Langenhorn und Alsterdorf mehr Familien und ältere Bewohner aufweisen. Belastbare bezirksweite Durchschnittsalter veröffentlicht das Statistikamt Nord vor allem auf Stadtteil- und Gesamtstadtebene, der Hamburger Schnitt liegt bei rund 42 Jahren.6
Wie hoch die Mieten in diesem dicht besiedelten Bezirk sind, liest du in unserem Mietspiegel für Hamburg-Nord, einen breiteren Kostenvergleich bietet der Beitrag zu den Lebenshaltungskosten in Hamburg-Nord.
Hinweis zur Methodik
Zahlen basieren auf dem Statistikamt Nord (Hamburger Melderegister, Statistische Berichte) sowie auf Wikipedia für die langfristige Einwohnerentwicklung. Werte gerundet, Stichtage variieren (in der Regel 31.12.). Geringe Abweichungen zu Einzelveröffentlichungen sind möglich. Wo belastbare Bezirkswerte fehlen, sind Hamburger Gesamtwerte angegeben und als solche kenntlich gemacht.
Ausblick
Hamburg-Nord dürfte weiter moderat wachsen. Der Bezirk ist begehrt, gut an Innenstadt und Flughafen angebunden und profitiert von Nachverdichtung und einzelnen Konversionsflächen. Große Sprünge sind angesichts der schon hohen Dichte aber unwahrscheinlich. Realistisch ist ein langsames Plus in Richtung 340.000 Einwohner, getragen von Zuzug und kleinteiligem Neubau, bei zugleich anhaltend angespanntem Wohnungsmarkt.