Hamburg-Nord ist auf den ersten Blick ein recht urbaner Bezirk, von Eppendorf über Winterhude bis Barmbek reiht sich Wohnquartier an Wohnquartier. Trotzdem musst du an heißen Tagen nicht bis an die Ostsee fahren, denn gleich zwei offiziell ausgewiesene EU-Badegewässer liegen mitten im Bezirk.
Dazu kommen ein paar Badestellen in ehrlicher Reichweite, die viele Anwohner ohnehin schon kennen. Wer den Badetag mit etwas Grün davor oder danach verbinden will, findet die schönsten Parks in Hamburg-Nord oft direkt nebenan. Hier kommen die fünf Badeseen rund um Hamburg-Nord, die sich aus Sicht von Lesern und Redaktion wirklich lohnen.
Für den perfekten Badetag
Bluefin Cruise SUP-Board
Wir hatten das Vergnügen, das Bluefin Cruise ausführlich zu testen. Als klassisches Allround-Board spielt es seine Stärken vor allem bei Einsteigern und Gelegenheitspaddlern aus, weniger bei ambitionierten Profis. Dank Fusion-Bauweise ist es leicht und trotzdem steif, kommt als Komplettset mit Pumpe und Paddel und ist in wenigen Minuten aufgepumpt. Auf ruhigen Seen und flachen Buchten macht es am meisten Spaß.
Leichtes Allround-Board, ideal für Einsteiger. Kommt als Komplettset mit Pumpe und Paddel und ist in wenigen Minuten aufgepumpt. Auf ruhigen Seen genau richtig.
Restube wasserdichte Handyhülle
Handy und Schlüssel bleiben trocken, auch beim Sprung ins Wasser. Der magnetische Cooper-Verschluss geht schnell zu, der Touchscreen funktioniert durch die Folie hindurch.
Keyfender Schlüsselhülle
Für den Autoschlüssel: die wasserdichte Hülle mit Sichtfenster schützt auch elektronische Funkschlüssel zuverlässig. Kommt mit Lanyard und Gurt, damit am Ufer nichts liegen bleibt.
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#1 Naturbad Stadtparksee
- Name: Naturbad Stadtparksee
- Adresse: Südring 5b, 22303 Hamburg (Winterhude)
- Wasserqualität: Offizielles EU-Badegewässer, Qualität wird in der Saison regelmäßig vom Institut für Hygiene und Umwelt kontrolliert
- Ausstattung: Riesiges Naturbecken mit gefiltertem Wasser, Sprungplattform mit Rutsche, Liegewiesen, Kinderspielplatz, Gastronomieterrasse mit Blick aufs Planetarium, Badeaufsicht
- Eintritt/Saison: Eintrittspflichtig, geöffnet in der Sommersaison bei gutem Wetter (Bäderland)
Das Naturbad Stadtparksee ist der Klassiker schlechthin im Bezirk, ein gewaltiges Naturbecken mitten im Stadtpark mit dem Planetarium als Postkartenkulisse. Mit Maßen von rund 124 mal 107 Metern gilt es als eines der größten Freibäder Hamburgs und bietet trotzdem genug Wiese, dass es selbst an Hochsommer-Wochenenden nicht völlig überläuft.
Das Wasser wird natürlich gefiltert, es gibt einen abgetrennten Nichtschwimmerbereich, eine Plattform mit Rutsche im tiefen Wasser und eine Sonnenplattform mitten im See. Für Familien ist das Naturbad ideal, weil Badeaufsicht vor Ort ist und du vom Eingang am Südring zu Fuß nur wenige Minuten von der U-Bahn Borgweg (U3) brauchst. Wer danach noch durch den Park schlendern will, ist mittendrin in einem der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Hamburg-Nord.
#2 Naturbad Kiwittsmoor
- Name: Naturbad Kiwittsmoor (kurz "KiWi")
- Adresse: Hohe Liedt 9, 22417 Hamburg (Langenhorn)
- Wasserqualität: Offizielles EU-Badegewässer, in den vergangenen Jahren wiederholt mit der Bestnote "ausgezeichnet" bewertet
- Ausstattung: Sandstrand, Liegewiesen, Nichtschwimmerabtrennung, Spielplatz, Beachvolleyball, Minigolf, Tischtennis, Grillplatz, Kiosk, Duschen, Badeaufsicht
- Eintritt/Saison: Erwachsene 3,50 Euro, Kinder 4 bis 14 Jahre 2,00 Euro, Saison etwa Mai bis September
Im Norden des Bezirks, im Stadtteil Langenhorn, liegt das zweite offizielle Badegewässer von Hamburg-Nord: das Naturbad Kiwittsmoor, von Stammgästen liebevoll "KiWi" genannt. Hier badest du in einem von Liegewiesen umrahmten See mit kleinem Sandstrand im südlichen Bereich, das Ganze fühlt sich eher nach Dorfbad als nach Großstadt an.
Die Wasserqualität wurde über mehrere Jahre in Folge mit der höchsten Stufe bewertet, dazu kommt eine erstaunlich vielseitige Ausstattung mit Beachvolleyball, Minigolf und Grillplatz. Der Eintritt ist mit 3,50 Euro für Erwachsene fair, eine Badeaufsicht ist vor Ort und Familien kommen wegen der Nichtschwimmerabtrennung und des Spielplatzes auf ihre Kosten. Die U-Bahn-Station Kiwittsmoor (U1) liegt fußläufig in der Nähe.
#3 Bramfelder See
- Name: Bramfelder See (der "Brami")
- Adresse: Steilshoop, direkt an der Grenze zwischen Hamburg-Nord und Wandsbek
- Wasserqualität: Quellgespeister See, Wasserqualität wird in der Saison kontrolliert; Baden offiziell nur am Nordufer
- Ausstattung: Sandstrand und Liegewiesen am Nordostufer, etwa 3 km langer Rundweg, kleinere versteckte Badebuchten, keine große Strandbad-Infrastruktur
- Eintritt/Saison: Frei zugänglich, rund um die Uhr, kein Eintritt
Der Bramfelder See, von Anwohnern nur "Brami" genannt, liegt in Steilshoop genau auf der Grenze zwischen Hamburg-Nord und Wandsbek und ist damit für viele Nordlichter der nächste freie Badesee. Der rund drei Kilometer lange Rundweg lädt zum Joggen oder Spazieren ein, und am Nordostufer warten ein Sandstrand und ausgedehnte Liegewiesen.
Gebadet wird offiziell nur am Nordufer, dort gibt es auch ein paar kleinere, versteckte Buchten, die bei gutem Wetter aber schnell belegt sind. Eine klassische Strandbad-Infrastruktur mit Kasse und großem Imbiss suchst du hier vergeblich, dafür kostet der Brami keinen Cent und ist rund um die Uhr zugänglich. Bus und U-Bahn (Ohlsdorf, U1) bringen dich in die Nähe, mit dem Rad bist du aus Barmbek oder Ohlsdorf in wenigen Minuten am Wasser.
#4 Sommerbad Farmsen
- Name: Sommerbad Farmsen (Strandbad Farmsen)
- Adresse: Bei den Eichen 28, 22159 Hamburg (Wandsbek)
- Wasserqualität: Offizielles EU-Badegewässer, grundwassergespeiste ehemalige Tongrube, Qualität wird in der Saison kontrolliert
- Ausstattung: Etwa 200 Meter langer Sandstrand am Ostufer, großzügige Liegewiesen, schattige Bäume, Wasserrutsche, Badeaufsicht
- Eintritt/Saison: Erwachsene 4,50 Euro, Kinder 6 bis 15 Jahre 2,50 Euro, unter 6 Jahren frei, Sommersaison
Etwas weiter östlich im Bezirk Wandsbek liegt das Sommerbad Farmsen, ein Naturbad in einer ehemaligen Tongrube, die heute von Grundwasser gespeist wird. Vom Norden aus erreichst du es bequem mit der U1 bis Farmsen und von dort per Bus, für viele aus Barmbek-Nord oder Dulsberg ist das ein überschaubarer Weg.
Highlight ist der rund 200 Meter lange Sandstrand am Ostufer, an den sich großzügige Liegewiesen mit schattigen Bäumen anschließen. Es gibt eine Wasserrutsche, Badeaufsicht und einen abgetrennten Bereich für Nichtschwimmer, sodass sich das Bad gut für einen Familientag eignet. Der Eintritt liegt bei 4,50 Euro für Erwachsene, Kinder unter sechs Jahren baden kostenlos.
#5 Öjendorfer See
- Name: Öjendorfer See (Badestellen Nord und Süd)
- Adresse: Öjendorfer Park, 22117 Hamburg (Billstedt, Bezirk Mitte)
- Wasserqualität: Offizielles EU-Badegewässer, mehrere Jahre als "ausgezeichnet" eingestuft; im Spätsommer gelegentlich Blaualgen, dann zeitweise Badeverbot
- Ausstattung: Zwei Badestellen mit Sandstränden und Liegewiesen, Nichtschwimmerbereich, Minigolf, Grillplätze, Kioske und Imbisse im Park
- Eintritt/Saison: Frei zugänglich, kein Eintritt
Der Öjendorfer See ist der größte See dieser Liste und liegt zwar nicht mehr in Hamburg-Nord, sondern im Öjendorfer Park im Osten der Stadt. Für alle, die mal richtig viel Strand und Liegewiese wollen, lohnt sich der Ausflug trotzdem, vom Bezirk aus erreichst du ihn mit der Bahn (U2 bis Steinfurther Allee) und dem Bus oder mit dem Auto über die A1 und A24.
Am nord- und südöstlichen Ufer gibt es zwei Badestellen mit kleinen Sandstränden und weiten Liegewiesen, dazu Minigolf, Grillplätze und mehrere Kioske im Park. Eins solltest du wissen: Im Spätsommer kann es hier zu Blaualgen kommen, dann wird zeitweise ein Badeverbot ausgesprochen. Ein kurzer Blick auf die offiziellen Hamburger Badegewässer-Infos vor der Abfahrt lohnt sich also, das gilt im Übrigen für alle Naturgewässer auf dieser Liste.
Noch ein ehrlicher Hinweis zum Schluss: Die Alster mag verlockend aussehen, sie ist aber kein ausgewiesenes Badegewässer und zum Schwimmen offiziell nicht freigegeben. Wer auf Nummer sicher gehen will, bleibt bei den kontrollierten Seen und Naturbädern, die wir dir hier vorgestellt haben. Wie viele Menschen sich an heißen Tagen überhaupt um die Badestellen verteilen, verrät übrigens unser Blick auf die Einwohner von Hamburg-Nord.